Sonntag, 30. März 2014

Land unter

In der ersten Hälfte unseres Jahres konnten wir die Regenfälle noch an einer Hand abzählen. Auch die Wassermengen die fielen waren dabei noch recht überschaubar. Das hat sich mittlerweile drastisch verändert, sodass seit unserer Rückkehr aus Tansania der eigentlich durchgehend trockene Tses River öfters Wasser führt, der Ort Tses schon sehr grün geworden ist und wir am Wochenende auch mal Trips zu einem Wasserfall machen, an dem man auch schwimmen kann.
Wie es auf einmal zu so viel Wasser gekommen ist, können wir uns auch nicht erklären, aber es ist auch mal anders und ganz schön über den Hostelhof waten zu müssen.

Samstag, 1. März 2014

Miss Valentine

Passend zum 14. Februar fand in unserem Hostel die "Miss Valentine"-Wahl statt. Unter den 20 teilnehmenden Mädchen wurden neben der Erstplatzierten "Miss Valentine", die 1st und 2nd Princess gesucht. Außerdem wurde das Kind mit der herausstechendsten Persönlichkeit zur "Miss Personality" gewählt.
Zur Vorbereitung des Laufstegs wurden am Abend zuvor die Esstische der Kinder in der Hall aneinander gereiht, Stuhlreihen aufgebaut und alles festlich dekoriert. Am nächsten Morgen machte sich Anne auf den Weg nach Keetmans, um für die späteren Siegerinnen Preise, die aus Süßigkeiten, Schreibutensilien und kleinen Krönchen bestanden, zu besorgen. Während sie durch die Geschäfte lief, war Ruben damit beschäftigt in Tses in der Hall die Musikanlage vom Father aufzubauen und die Abspielmöglichkeiten zu testen. Danach stand noch eine kleine Laufprobe der Mädchen auf dem Programm.
Der Contest begann und in drei Runden hatten die Kandidaten die Möglichkeit die Jury, bestehend aus der SMIC-Kandidatin Ermelinde, Matron Erna und Bruder Efraim, von sich zu überzeugen und mit ihren Auftritten in Bademode, Casualwear und Abendgaderobe Punkte zu sammeln.
Zwischen den Durchgängen traten einige Jungs aus dem Hostel in Tanzgruppen auf und heizten so den Zuschauern ein, die ohnehin schon für eine großartige Stimmung sorgten. Anne führte durch das Programm, das sie während der Woche gemeinsam mit Matron Jacky erstellt und organisiert hatte, während Ruben die technischen Aufgaben übernahm.
Am Ende des Abends standen vier glückliche Preisträgerinnen fest. Die ganze Veranstaltung lief ohne große Probleme ab, auch wenn die Anlage eindeutig nicht für die Beschallung einer Halle mit vielen Kindern geeignet ist. Aus diesem Grund haben wir beschlossen eine eigene Hifi-Anlage für solche Zwecke von den Spendengeldern anzuschaffen, die wir bereits am vergangenen Wochenende in Windhoek besorgen konnten. Hinzu kommen einige kleinere Investitionen, wie Hygieneartikel (Waschlappen, Seife, Vaseline) für die Kinder die wir bereits getätigt haben.

Dienstag, 25. Februar 2014

Roadtrip!

Hallo zusammen! Nun sind wir zwar schon ein paar Wochen zurück in Tses, allerdings finden wir erst jetzt die Zeit uns wieder zu melden. Wie ja bereits angekündigt, haben wir eine Reise durch halb Ostafrika gemacht, von der wir euch jetzt gerne etwas mehr berichten würden.
Nachdem wir uns in Tses für die Ferien verabschiedet hatten und mit dem Zug durch die Nacht nach Windhoek gefahren waren, konnten wir uns, bevor unser Flug ging, noch etwas umsehen, wozu wir bisher noch keine Gelegenheit gehabt hatten. Nachmittags brachen wir dann zum Flughafen auf und waren etwas später im Flugzeug auf den Weg Richtung Johannesburg.
Dort kamen wir, nachdem wir in Namibia noch schönsten Sonnenschein gehabt hatten, bei Gewitter an. In Johannesburg hieß es dann erst einmal warten...lange warten!!! Die Zeit die wir bis zum nächsten Flug zu überbrücken hatten betrug 13 Stunden. Die Zeitspanne zwischen 19:30 Uhr und 8:30 Uhr  füllten wir mit einem ausgedehnten Bummel durch den Duty-Free-Bereich, viel  Musik und Schlaf, was sich auf den harten Bänken des Transitbereiches als äußerst unbequem herausstellte und sich mit Rückenschmerzen morgens rächte.
Am nächsten Morgen ging es dann Richtung Kigali/Ruanda. Dort kamen wir vier Stunden später an und waren beide erst einmal umgehauen von den vielen grünen Hügel, die man während des Landeanfluges auf Kigali bewundern kann. Nach den Visa-Stempeln ging es zum Kofferband, an dem wir auf Annes Rucksack warteten, welchen sie als normales Gepäck aufgegeben hatte, damit wir auch größere Flaschen Shampoo etc. mitnehmen konnten. Dort standen wir lange, bis schließlich alle Gepäckstücke die in der Maschiene waren vom Band verschwunden waren. Annes Rucksack war nicht dabei gewesen. Nachdem ein Ordner für das fehelende Gepäckstück eingerichtet worden war, ging es raus zu Vivien, Steffen (Ruanda-Freiwillige), Meike und Max (Uganda-Freiwillige), die gewartet hatten um uns vom Flughafen abzuholen.
Nachdem wir noch ein paar Tage vergeblich auf das fehlende Gepäck gewartet hatten, entschieden wir uns dafür aufzubrechen, um doch noch etwas von Tansania zu sehen. Anne bekam vom Flughafen einen Rucksack, der zusammen mit hunderten von anderen Gepäckstücken schon seit einigen Jahren in einem großen Raum des Flughafen aufbewahrt wurde und legte sich eine kleine Grundausstattung zu.
Unsere erste Station war Mwanza am Viktoriasee. Hier legten wir einen Tag Pause ein und hatten so die Gelegenheit die Stadt zu erkunden und einen sonnigen Tag am See zu verbringen.
Am 24. Dezember ging es weiter Richtung Osten: Nächster Halt war Dodoma, die Haupstadt Tanzanias. Anders als wir erwartet hatten, hatte die Stadt an Sehenswürdigkeiten recht wenig zu bieten. Wir machten das Beste aus der Situation und hatten doch noch eine schöne Weihnachtsfeier in einem Restaurant mit gutem Essen und Wichteln.
Weiter ging es bereits früh morgens nach Iringa. Nach einer Busfahrt, die wahrscheinlich so schnell keiner vergessen wird, über Stock und Stein, bei der unter anderem eine Sitzbank zu Boden ging, erreichten wir die Stadt in der das Bistum auch vier Projektstellen hat. Gemeinsam mit fast allen Freiwilligen die auch am Zwischenseminar teilnahmen (14) verbrachten wir zwei nette Tage und tauschten uns schon über die bisherigen Projekterlebnisse ein wenig aus. Wir hatten außerdem die Möglichkeit einen unserer Nachfolger (Manuel) persönlich zu treffen.
Anschließend ging es auf die Insel. Für zehn Tage machten wir, verteilt über die gesamte Insel, Urlaub auf Zanzibar. Die Zeit nutzten wir hauptsächlich zur Entspannung und Erholung der anstrengenden Busfahrten. Für verschiedene Aktionen, wie Silvester am Strand, Schnorcheln, Motorradfahren oder zum Durch-die-Gassen-in-Stonetown irren und dabei die Stadt kennenlernen, trafen wir uns aber in Gruppen immer wieder.
Anne verbrachte noch eine schöne gemeinsame Woche mit ihrer Freundin Leonie (Freiwillige vom DRK) in Mwanza, bevor sich alle wieder in Dar Es Salaam trafen um zum Zwischenseminar zu reisen.
Blick über Kigali
Gemeinsam mit den Freiwilligen aus Tansania, Uganda, Ruanda und Mosambik verbrachten wir ein Woche in Bagamoyo. Wir tauschten unter anderem Erfahrungen aus der ersten Hälfte unseres Jahres aus, formulierten Wünsche und Ziele für die zweite Hälfte und bekamen eine Menge Anregungen für unser Projektleben.
Weihnachten in Dodoma


Seit dem 19. Januar sind wir nun wieder in Namibia und haben mit unserer Arbeit
begonnen. Mittlerweile ist auch Annes Rucksack wieder in Tses angekommen, nachdem sie fast zwei Monate darauf warten musste.



Schöne Grüße aus dem sommerlichen Tses!
Seminargruppe am Strand von Bagamoyo
Unterwegs in Stonetown

Montag, 16. Dezember 2013

Wir sind dann mal weg...

Naja nicht ganz! Da mommentan Schulferien sind, nutzen wir die Gelegenheit, um zu reisen. Gemeinsam mit den Freiwilligen aus Ruanda und Uganda, werden wir über Weihnachten und Neujahr einen Trip durch Tansania machen, an dessen Ende wir unser Zwischenseminar in Bagamoyo haben werden. Wir alle freuen uns sehr auf dieses Erlebnis und sind sehr gespannt was die Reise mit sich bringen wird.

Euch allen ein frohes Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch ins neue Jahr!
Beste Grüße und bis 2014 Anne und Ruben

Eine kleine Weihnachtsfeier

Wie schon in den Jahren zuvor, wurde auch bei uns schon früh gefeiert. Da die Kinder schon Ende November das Hostel verlassen haben, um die Sommer- bzw. Weihnachtsferien zu Hause bei ihren Familien zu verbringen, mussten wir etwas früher den Nikolaus nach Tses bestellen.

Schon früh begannen wir mit Sr. Beatrix zu überlegen, wie wir Weihnachten etwas nach vorne verlegen können. Die Idee: eine Weihnachtsfeier mit Weihnachtsgeschichte, Singen und Bescherung.

So machten wir uns also an die Vorbereitung für die Geschenke. Wie auch schon unsere Vorgänger wollten wir kleine Tüten mit unterschiedlichen Süßigkeiten, aber auch Obst, fertig machen. Dafür hieß es natürlich erstmal: Einkaufen! Nachdem in Keetmanshoop reichlich Besorgungen gemacht wurden, ging es ans Tüten füllen. Auf diese Weise bekam jedes Kind Kaubonbons, Kekse und Chips zusätzlich außerdem noch eine Banane. Sr Beatrix hatte auch noch für jeden ein Trinkpäckchen besorgt.

Nachdem die Weihnachtsgeschichte  vorgelesen war und viele Lieder gesungen wurden, begann die Bescherung: Mit großen Augen wurden dann die Geschenke entgegen genommen und entweder schon geöffnet oder gut verstaut. Seit diesem Abend wissen wir, warum der Nikolaus seinen Job so gerne macht!






Donnerstag, 14. November 2013

Regen!

Nach nun 3 Monaten in Tses können wir sagen: Ja, auch hier regnet es! Es war großartig!





Donnerstag, 7. November 2013

Erstkommunion

Vergangenes Wochenende war es soweit. Nach einer Woche voller Proben war der große Tag endlich gekommen. 24 Kinder, wovon der größte Teil in unserem Hostel wohnt, erhielten ihre erste Kommunion. Viele Verwandte waren angereist, sodass die Hall dementsprechend  gut gefüllt war.
Am Abend zuvor wurde der Altarraum mit viel Mühe dekoriert, um den entsprechenden Rahmen zu schaffen.
Segnung der Kommunionkleider und -anzüge
Die Messe an sich war ein eindrucksvolles Erlebnis, denn sie unterschied sich doch sehr stark von dem, was wir als Erstkommunion aus Deutschland kennen. Ein Novum in diesem Jahr war, dass den Kindern ihre festliche Kleidung erst gesegnet wurde und sie sich dann umziehen gingen um den Höhepunkt der Messe zu erleben - die erste Kommunion. Der Grund dahinter ist einfach erklärt: Da die Kinder sich zu sehr auf ihre Kleidung und ihr Aussehen konzentrieren würden und weniger auf die Erstkommunion, baute der Father diesen Zwischenschritt ein.
Einzug in der festlichen Kleidung
Während der Feier erlebten Anne und ich etwas, was wir aus unseren Gemeinden nicht kannten: Jedes Kind hatte eine Art "Paten" gewählt. Das waren meistens die Eltern oder Onkel und Tante, die dann einzeln vor der gesamten Gemeinde Worte direkt an ihre "Patenkinder" richteten in denen sie diese in ihrem Glauben bekräftigten.
In der Predigt zuvor hatte Father Eliot, unser Priester, noch über die wichtige Beziehung zwischen Eltern und Kindern gesprochen und wie wichtig es ist ein gutes Vorbild für alle Kinder zu sein. Aus diesem Zweck hatte er alle Erwachsenen (wozu auch wir gehörten) dazu aufgefordert jeweils ein Kind zu suchen, welches nicht das eigene ist und es einmal in den Arm zu nehmen.
Natürlich wurde, wie in fast jedem Gottesdienst, getanzt und sehr viel gesungen, wobei die Lieder hier viel fröhlicher klingen und einem noch den ganzen Tag im Ohr bleiben.
Daher kamen einem die vier Stunden auch nicht so lange vor, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Jedoch schienen sie für die Mikrofone zu lang zu sein. Da der Gottesdienst an einem der bisher heißesten Tage war und der fensterlose Altarraum nicht allzu viel Luftzirkulation zuließ, gab die Anlage schließlich mit einem leisen zischen, weißem Rauch und viel Gestank auf, sodass auf das herkömmliche Sprachorgan zurück gegriffen werden musste.
Die gesamte Kommuniongruppe
Im Ganzen war es jedoch eine sehr schöne Feier, sodass wir uns schon auf ein ähnliches Ereignis in Zukunft freuen.

Ruben