Montag, 2. März 2015

Sleepover und Abschiedstränen

Hallo ihr Lieben,
sonnige Grüße aus dem heißen Tses. Ich möchte hier nur schnell von unserem Sleepover berichten.
Dieses Wochenende war mal wieder Outweekend. Diesmal haben wir uns aber dazu entschieden in Tses zu bleiben. Es sind auch gut 100 Kinder im Hostel geblieben, da einige Grundschüler zu einem Leichtathletik-Turnier gefahren sind.
Caro und ich haben uns am Freitagabend acht Highschool-Mädchen, die in Tses geblieben sind, geschnappt und haben mit ihnen einen Sleepover (eine Übernachtungsparty) veranstaltet.
Dazu mussten wir erst einmal nachmittags nach Keetmanshoop hiken, um ein paar Süßigkeiten und Getränke einzukaufen. Drei Mädels haben uns auch begleitet und den kleinen Ausflug mit uns genossen.
Zurück in Tses, ging es dann mit den Mädchen zunächst zu den Dünen, um den Sonnenuntergang zu schauen. Leider sind wir ein bisschen spät angekommen, sodass wir nur noch den letzten Zipfel der Sonne zu sehen bekommen haben. Großen Spaß hatten wir aber trotzdem: Ob einfach gemütlich im Sand zu hocken, Fotos zu schießen, oder enthusiastisch den Sandhügel runterzurollen – für jeden war wohl etwas dabei.
Dann sind wir zurück zum Hostel spaziert. Während die Mädchen dann noch schnell unter die Dusche gehüpft sind, haben wir schon mal den Sleepover-Raum eingerichtet: Aus zehn Betten wurde ein Großes und der Beamer sorgte für ein großes Bild zum Filme gucken. Gemeinsam haben wir dann zusammen den absoluten Teenager-Film „Ten Things I hate about you“ geschaut. Der Film hat unseren 14-16-Jährigen sichtlich gefallen. Bis halb eins in der Nacht waren unsere Lieben quicklebendig. Sobald wir das Licht ausgemacht haben, sind die Mädchen aber sofort aneinander gekuschelt eingeschlafen.
Nächsten Morgen durften wir dann alle etwas länger schlafen. Um halb acht sind wir aufgestanden und dann war unser Sleepover auch schon wieder vorbei. Ich glaube, den Mädchen hat es aber wirklich gefallen!
Heute war dann Zeit zum Abschiednehmen. Nach sechs Wochen Praktikum in der Highschool, hat Caro heute Tses in Richtung Windhoek verlassen.
Gestern Abend hat unser Kirchenchor, in dem Morgan, Caro und ich aktiv sind (oder waren) eine kleine Überraschung für Caro organisiert. Bei Kuchen, Cooldrinks und Süßigkeiten haben die anderen Sänger ebenfalls Abschied genommen. Zusammen haben wir gesungen, gelacht und getanzt – es war wirklich eine super Überraschung! Auch die Schwestern hatten einige Cooldrinks und Süßigkeiten bereitgestellt.
Danach haben wir im Haus von Sachi (US), Morgan (Holland) und Maurits (UK) noch gemeinsam Sandwiches gegessen und so unseren kleinen, internen Freiwilligen-Abschied „gefeiert“.

Achja, wie ihr auf den Fotos sehen könnt, habe ich eine neue Frisur. Nach sechs Stunden Flechterei, habe ich nun Rastas auf dem Kopf! :D

Macht’s gut!
Karo 


Dienstag, 17. Februar 2015

Alltag:


Man kann sagen, dass man sich in Tses jetzt eingelebt hat und der Alltag seinen Lauf nimmt. Die Tage vergehen wie im Flug. Vor zwei Wochen waren mit den UK-Freiwilligen zusammen in Lüderitz, denn wir hatten „Out Weekend“. Lüderitz ist ein unglaublich schöne Stadt direkt am Meer gelegen und nur 4 Stunden enfernt von Tses. Wir hatten großes Glück, dass auch andere UK-Freiwilige von der gleichen Organisation in Lüderitz stationiert sind und wir somit dort übernachten konnten. Den Abend verbrachten wir in einer lokalen Bar, mit Bier und Chicken und dem Lied: „Ein Prosit“ schon ungewöhnlich in Namibia in einer Bar zu sitzen und bei jeder Runde ein Deutsches Trinklied zu höhren. Am nächsten morgen besuchten wir „Shark Island“. Ein Abschnitt am Strand der mit Steinen besetzt ist und früher mal eine Insel war, in der Kolonialzeist jedoch aufgeschüttet wurde, um eine Verbindung mit dem Festland zu schaffen. Haie waren zwar nicht zu sehen aber wir konnten den Anblick von Delphinen und Robben genießen, die nahe beim Ufer auf Jagd waren. Das war Lüderitz kurz und knapp zusammengefasst. Zurück in Tses ist der Alltag so allmählich eingetreten, wir sind jetzt schon gut mit in die Arbeit involviert. Ich fahre jetzt immer öfter nach Keetmanshoop um für das Hostel einzukaufen, während Karolin die Kinder in Schuss hält was für beide ein Menge Anstrengung bedeutet.

Dieses Wochenende ist Valentines-Day, darum haben wir eine „Miss and Mr-Valentines“ Wahl veranstalten. Zehn Jungs und Zehn Mädchen haben sich der Herausforderung gestellt und sich auf dem Laufsteg präsentiert. Die Jury (Novizin Cecilia,Novizin Eugenia, Morgan and Maurits) haben dann die vier Besten Kandidaten ausgewählt. Insgesamt kann man sagen, dass ein sehr amüsanter Abend war, der allen Beteiligten Spaß gemacht hat. Samstag ist dann immer unser freier Tag an dem wir einmal richtig Zeit haben zu entspannen. Klingt jetzt nicht so spannend, für uns ist das aber eine große Sache, einfach mal auszuschlafen und das zu machen was wir wollen. Jetzt ist Samstag Abend und ich sitzte an meinem Laptop während die Musik angeschlossen ist und die Kinder dazu tanzen, ich währenddessen den Blog hier schreibe, das nun aber auch beende, denn jetzt wird mitgetanzt.

Happy Valentine euch, Grüße Manuel und Karolin




Donnerstag, 29. Januar 2015

Manuel mit Novizin Cecilia und unseren Hostelkids bei unserer Back-to-School-Party
Karo und Caro auf dem Weg nach Keetmans.
Teil von etwas sein

Hallo, ihr lieben Blogleser!
Seit dem 14. Januar hat die Schule in Namibia wieder begonnen. Für uns bedeutete das: Endlich Arbeit! Schließlich wollen 150 Hostelkinder erst einmal beschäftigt werden.

Mit großer Motivation sind wir in unsere erste Woche gestartet. Es gab gleich ein paar Ziele und Herausforderungen, aber auch jede Menge Spaß. So habe ich mit Matrone Jacky und meiner lieben Freundin Caro Overhage, die hier im Moment ein Praktikum an der Highschool absolviert, einen Kinderchor gestartet. Die ganze letzte Woche haben wir geprobt, geprobt und nochmals geprobt! Das war manchmal wirklich anstrengend, chaotisch und nervenaufreibend – wie Arbeit mit Kindern nun mal so ist – aber am Ende hat es sich gelohnt! Die Kids haben klasse gesungen und für eine tolle Messe mitgesorgt!

Manuel hingegen hat mit den Hosteljungs einen Fußball-Club aufgemacht. Zwei Mal die Woche Training bringen ihn dabei sichtlich mehr ins Schwitzen als die an die Hitze gewöhnten Kinder, haha .

Es gehören aber auch noch andere Aufgaben zu unserem Alltag: Alle zwei Tage düsen wir mit dem Bucky zum Shop, um das Brot für die Kinder am nächsten Morgen abzuholen. Dann heißt es Brot schneiden und beschmieren. Dies ist kniffliger als es scheint, denn schließlich sollen alle gleich viel bekommen. Meistens schnappen wir uns dazu noch einige von den älteren Mädchen, dann geht das ganze ruckzuck! Morgens geht es dann alle zwei Tage früh raus, um die Brote zu verteilen – ein ungewohntes Gefühl bereits gegen 21 Uhr müde zu sein und schlafen zu gehen…
Außerdem teilt sich unsere Arbeit morgens auch noch auf: Manuel hilft zwei Stunden lang unserem Hausmeister Tobias, um Allerlei zu reparieren oder zu schleppen. Ich helfe unserer Küchenfrau Erna beim Gemüseschälen und beim Schnippeln oder sehe im Kindergarten vorbei.
Back-to-School-Party!

Nachmittags haben wir, wie schon beschrieben, unsere Clubs gestartet. Das ganze wird sich aber zeittechnisch noch einspielen müssen, denn seit Montag müssen manche Kinder nach der Mittagspause zurück zur Schule, um dort die Study Classes zu besuchen. Wer wann weg ist, haben wir noch nicht ganz durchschaut, aber das wird noch.
Freitagsabends haben wir bis her versucht, kleine „Events“ zu veranstalten. Am ersten Freitag (16.01), haben wir einen kleinen „Back-to-School-Tanzabend“ gemacht. Die meisten Kinder können sich enorm gut bewegen – da können wir uns nur einige Schritte abgucken! Am zweiten Freitag war Kino angesagt: Mit dem Beamer haben wir den Film „Madagaskar 3“ an die Wand der großen Hall geworfen.
Auch wenn es anstrengend ist, tut es unglaublich gut endlich Aufgaben zu haben. Im Namenlernen werden wir auch immer besser und mittlerweile ist man wirklich zum Teil der großen Hostel-Gemeinschaft geworden. Nun freuen wir uns aber auch schon auf unser freies „Out-Weekend“, an dem wir zusammen mit den Freiwilligen aus der UK Morgan und Maurits deren Freunde in Lüderitz besuchen werden.
Bis bald!
Manuel und Karo

Dienstag, 13. Januar 2015

Unsere Zeit in Tansania,

In Tses haben wir uns nach der Swakopmundreise, immer mehr eingelebt, obwohl die Tage eine sehr monotone Gestaltung hatten, kam es doch zu manchen netten Gesprächen und verschiedenen Kochaktionen unsererseits. Dann brachen wir am 22. Dezember nach Tansania auf, um das geplante Zwischenseminar in Bagamoyo zu besuchen und vorher noch Weihnachten und Neujahr mit den anderen Freiwilligen aus dem Bistum Münster auf Zanzibar zu verbringen.

Als wir dann in Dar es Salaam ankamen, war es schon dunkel und wir fuhren mit dem Taxi zum Hotel ins Stadtzentrum. Wir gingen davon aus, dass wir die anderen Frewilligen dann dort im Hotel vorfinden würden, weil fast alle Freiwilligen-Generationen dieses Hotel in Dar es Salaam kennen und auch besuchen. Dem war aber nicht so. Also begann erst einmal spät abends eine kleine Suchaktion nach zwölf deutschen Freiwilligen des Bistum Münsters ohne Handy und mit wenig Plan. Nachdem wir mehrere Passanten angesprochen, ob wir mit ihren Handys telefonieren dürfen, das auch durften und keiner dieser zwölf Personen an sein Handy gegangen war, trafen wir sie dann doch zufällig bei der Suche nach etwas Essbaren nahe bei unserem Hotel. Wir waren alle froh und konnten dann das indische Essen in vollen Zügen genießen. Ich möchte gerne beschreiben wie lecker das Essen bei diesem Inder ist, kann es aber nicht, weil die Worte dem Essen nicht gerecht würden.

Anyway, am nächsten Tag ging es dann von Dar es Salaam aus mit der Fähre nach Zanzibar. Was zu Zanzibar zu sagen ist sind drei Worte: Strand, Essen, Feiern. Klingt sehr entspannt, war es auch. Wir haben die Zeit wirklich genossen und es uns einfach gut gehen lassen. Ein bisschen Kultur war mit dem Tagesbesuch in Stone Town, der größten Stadt auf Zanzibar, welche bekannt ist für den zentralen Sklavenhandel, Tansanias, auch abgehakt.

Nach einer großen Silvesterparty am Strand inklusive Feuerwerk, fuhren wir sehr ausgeglichen zum Zwischenseminar nach Bagamoyo. Dort fanden wir eine relativ große Hotelanlage vor mit durchaus komfortablen Zimmern. Das Seminar startete noch am selben Tag an dem wir angekommen waren und es stand erst mal kennenlernen und Orgakram auf dem Programm. Die nächsten Tage wurden dann immer tiefgründiger und es wurden Themen angestoßen, die einen richtig zum nachdenken gebracht haben. Es war dabei sehr interessant zu erfahren wie andere Personen mit manchen Situation umgehen und wie sie zu verschiedensten Themen Stellung beziehen. Besonders ansprechend war der Film „white charity“ für den ich mit diesem Blogeintrag auch nochmal ausdrücklich Werbung machen möchte. Schaut ihn euch vielleicht einfach mal an. Ein weiteres Highlight beim Seminar war der Austauschtag mit Studenten der Universität in Dar es Salaam. Wir haben uns thematisch ausgetauscht über Themen wie den Kolonialismus und der Stellung der Frau in unseren Gesellschaften, was ich persönlich unglaublich schön fand, denn man konnte einfach sehen wie gleich viele Positionen zu den Themen sind. Danach sind wir mit den Studenten noch zum Strand gefahren und dort wurde sich weiter ausgetauscht. Ein paar Leute haben auch eine ziemlich coole Sandburg gebaut, die ich jetzt einfach mal erwähnen musste.

Die Zeit war sehr kurz, die Eindrücke sehr vielfältig und insgesamt war es eine sehr schöne Reise!

Wir sind wieder gut in Tses angekommen und für uns geht es jetzt richtig los, die Kinder kommen morgen und damit fängt die Arbeit an, auf die wir uns schon sehr freuen. In dem Sinne die herzlichsten Grüße aus Namibia.


Dienstag, 9. Dezember 2014

09.12.2014 Wir sind dann auch mal da

Goeiedag aus Tses!

Nach beinahe endloser Warterei auf unser Visum, sind wir endlich in Namibia angekommen. Schon zwei ereignisreiche Wochen liegen hinter uns. Nun kann auch endlich dieser Blog weitergeführt werden.
Nur wenige Tage haben wir in Tses verbracht, da ging es für uns auch schon auf die erste Reise. Das Ziel: Swakopmund. Unsere Reisegruppe: Zehn heitere Schwestern. 5 aus Brasilien, 2 aus China und 3 Schwestern hier aus Namibia. Das Fortbewegungsmittel: Ein Kleinbus mit lauter Musik.
Die Fahrt durch die Weiten Namibias verging so ziemlich schnell. Wie von den Schwestern versprochen, war es an der Küste wirklich kühler als in Tses, hier haben wir gerade Hoch-Sommer, sodass der Tag schonmal an die 35 Grad erreichen kann. In Swakopmund war es hingegen angenehmer, der Wind ist uns nur so um die Ohren gepfiffen.
Viel Programm stand für uns auf dem Plan: Shopping mit den Sisters in der Stadt, eine Delfinsafari in Walvis Bay, ein Grillnachmittag an der Düne Sieben, die wir emporgeklettert sind, Strandausflüge und vieles mehr. Das Highlight war aber das Chorkonzert des „Mascato Coastal Youth Choir“. 60 jugendliche Sänger haben uns mit ihren kräftigen Stimmen sehr begeistert! Von Klassik über traditionell bis hin zu Popsongs hatte die Truppe wirklich alles drauf. Am meisten haben uns aber die einheimischen Songs begeistert, das war wirklich cool!
Das Essen war in dieser Woche sehr Fleisch lastig und wir haben einige neue Fastfoodketten von innen kennengelernt. Zum Frühstück und „for Supper“ waren wir meist bei der Cousine von Sr. Beatrix zu Gast. Die Familie hat uns sehr herzlich empfangen. Untergebracht waren in einem Hostel.
Es war eine wirklich tolle Woche, die uns die Möglichkeit geboten hat, die Schwestern besser kennenzulernen und uns so an das neue Umfeld zu gewöhnen.



Zurück in der Hitze von Tses, haben wir nicht so viel zu tun. Die Kinder sind bereits in den Ferien und kehren Mitte Januar zurück – darauf freuen wir uns sehr. Geplant sind eine Fußballgruppe und ein Chor und wir sind gespannt, wie wir dies umsetzen können.
Zunächst steht aber unser Trip nach Tansania bevor. Wir werden Weihnachten mit den anderen Freiwilligen auf Sansibar verbringen und dann gemeinsam zum Zwischenseminar nach Bagamoyo fahren.
So, das war es nun erst einmal von uns. Wir melden uns bald!
Totsiens!
Manuel und Karo





 

Montag, 24. November 2014

Auf Wiedersehen, Namibia!

Nun sind wir doch schon wieder lange Zeit in Deutschland und haben unser Jahr auf diesem Blog noch immer nicht abgeschlossen. Da unsere Nachfolger bereits in den Startlöchern stehen und den Blog übernehmen, möchten wir das hiermit nachholen.

Obwohl wir nun schon so lange wieder zurück sind und uns mittlerweile aklimatisiert haben, denken wir trotzdem noch häufig an unsere Zeit in Tses im Süden von Namibia zurück. Während unseres Jahres haben wir viele wunderbare Bekanntschaften mit Leuten gemacht, die uns sehr herzlich aufgenommen haben, wir haben unfassbar viele schöne Dinge erlebt, sodass man sie nicht alle hier aufführen kann und wir haben Erfahrungen gesammelt, die uns jetzt niemand mehr nehmen kann und die wir nie vergessen werden. Für all das sind wir sehr dankbar und würden genau deshalb nicht zögern, nochmal zurück zu kommen.
Außerdem möchten wir uns bei all den Leuten bedanken, die durch finanzielle und materielle Spenden viele Projekte erleichtert und auch ermöglicht haben. Vielen Dank!


Wir wünschen Manuel und Karolin, die nun endlich auch in ihr Jahr starten können, eine gute Ankunft und ein wahnsinns Jahr!!!

Sonntag, 14. September 2014

Tore für Tses



Fußball begeistert und fasziniert Kinder überall. Das ist bei unseren Hostelkindern, vor allem bei den Jungs, nicht anders. Am häufigsten findet man sie in zwei Teams aufgeteilt auf dem freien Platz vor der Hall, wo sie sich zwei Tore aus Ziegelsteinen abstecken und dann den ganzen Nachmittag über spielen.
Schon länger  hatten wir die Idee, von Spendengeldern Material zu kaufen, um zwei richtige, tragbare Tore zu bauen. So machten wir uns auf den Weg nach Keetmanshoop, um im Baumarkt die nötigen Dinge zu kaufen. Unser Bauplan wurde dank der Hilfe eines netten Mitarbeiters noch etwas optimiert, sodass wir am Ende  mit 30 Metern Stahl, aufgeteilt auf 5 Rohre à 6 Meter, ein paar Eimern Farbe und Netzen mit dem Bakkie nach Hause fuhren.

Das Zuschneiden der Rohre mit der Flex hatten wir noch alleine erledigt. Das Zusammenschweißen haben wir uns dann jedoch nicht mehr zugetraut. Diese Aufgabe hat Josef dann netterweise übernommen, wofür wir ihn auch entlohnt haben.
Nachdem das Flexen schon sehr viel Spaß gemacht hatte, kam nun ein Arbeitsschritt, der uns noch mehr Freude bereitete: Anstreichen. Damit die Tore nicht zu rosten beginnen, mussten wir zunächst eine Schicht Primer auftragen, der nach Aussage einiger Kinder schon sehr "beautiful" war. Wir hatten jedoch andere Farben im Kopf als rostbraun. Unsere Idee war es, auf jeweils einen Pfosten die namibische und auf den anderen die deutsche Fahne zu streichen. Mit dem Wetter hatten wir Glück, sodass wir innerhalb von nur einem Morgen beide Tore mit den nötigen Schichten versehen konnten.
Die Netze durften natürlich auch nicht fehlen. Dieser Arbeitsschritt dauerte nicht allzu lange und war mit ein paar Handgriffen fertig.

Schon während der Arbeiten kamen die Jungs immer wieder vorbei, um zu erfahren, wann die Tore denn endlich fertig wären. Als es dann soweit war, gab es kein Halten mehr. Fast alle Jungs haben dabei geholfen, die Tore halbwegs auf den Bakkie zu bekommen und zu ihrem Bestimmungsort zu bringen.
Unmittelbar nachdem die Tore ihren endgültigen Ort erreicht hatten, begann auch schon das erste Spiel, das bis zum Sonnenuntergang andauerte.