Montag, 16. Dezember 2013

Wir sind dann mal weg...

Naja nicht ganz! Da mommentan Schulferien sind, nutzen wir die Gelegenheit, um zu reisen. Gemeinsam mit den Freiwilligen aus Ruanda und Uganda, werden wir über Weihnachten und Neujahr einen Trip durch Tansania machen, an dessen Ende wir unser Zwischenseminar in Bagamoyo haben werden. Wir alle freuen uns sehr auf dieses Erlebnis und sind sehr gespannt was die Reise mit sich bringen wird.

Euch allen ein frohes Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch ins neue Jahr!
Beste Grüße und bis 2014 Anne und Ruben

Eine kleine Weihnachtsfeier

Wie schon in den Jahren zuvor, wurde auch bei uns schon früh gefeiert. Da die Kinder schon Ende November das Hostel verlassen haben, um die Sommer- bzw. Weihnachtsferien zu Hause bei ihren Familien zu verbringen, mussten wir etwas früher den Nikolaus nach Tses bestellen.

Schon früh begannen wir mit Sr. Beatrix zu überlegen, wie wir Weihnachten etwas nach vorne verlegen können. Die Idee: eine Weihnachtsfeier mit Weihnachtsgeschichte, Singen und Bescherung.

So machten wir uns also an die Vorbereitung für die Geschenke. Wie auch schon unsere Vorgänger wollten wir kleine Tüten mit unterschiedlichen Süßigkeiten, aber auch Obst, fertig machen. Dafür hieß es natürlich erstmal: Einkaufen! Nachdem in Keetmanshoop reichlich Besorgungen gemacht wurden, ging es ans Tüten füllen. Auf diese Weise bekam jedes Kind Kaubonbons, Kekse und Chips zusätzlich außerdem noch eine Banane. Sr Beatrix hatte auch noch für jeden ein Trinkpäckchen besorgt.

Nachdem die Weihnachtsgeschichte  vorgelesen war und viele Lieder gesungen wurden, begann die Bescherung: Mit großen Augen wurden dann die Geschenke entgegen genommen und entweder schon geöffnet oder gut verstaut. Seit diesem Abend wissen wir, warum der Nikolaus seinen Job so gerne macht!






Donnerstag, 14. November 2013

Regen!

Nach nun 3 Monaten in Tses können wir sagen: Ja, auch hier regnet es! Es war großartig!





Donnerstag, 7. November 2013

Erstkommunion

Vergangenes Wochenende war es soweit. Nach einer Woche voller Proben war der große Tag endlich gekommen. 24 Kinder, wovon der größte Teil in unserem Hostel wohnt, erhielten ihre erste Kommunion. Viele Verwandte waren angereist, sodass die Hall dementsprechend  gut gefüllt war.
Am Abend zuvor wurde der Altarraum mit viel Mühe dekoriert, um den entsprechenden Rahmen zu schaffen.
Segnung der Kommunionkleider und -anzüge
Die Messe an sich war ein eindrucksvolles Erlebnis, denn sie unterschied sich doch sehr stark von dem, was wir als Erstkommunion aus Deutschland kennen. Ein Novum in diesem Jahr war, dass den Kindern ihre festliche Kleidung erst gesegnet wurde und sie sich dann umziehen gingen um den Höhepunkt der Messe zu erleben - die erste Kommunion. Der Grund dahinter ist einfach erklärt: Da die Kinder sich zu sehr auf ihre Kleidung und ihr Aussehen konzentrieren würden und weniger auf die Erstkommunion, baute der Father diesen Zwischenschritt ein.
Einzug in der festlichen Kleidung
Während der Feier erlebten Anne und ich etwas, was wir aus unseren Gemeinden nicht kannten: Jedes Kind hatte eine Art "Paten" gewählt. Das waren meistens die Eltern oder Onkel und Tante, die dann einzeln vor der gesamten Gemeinde Worte direkt an ihre "Patenkinder" richteten in denen sie diese in ihrem Glauben bekräftigten.
In der Predigt zuvor hatte Father Eliot, unser Priester, noch über die wichtige Beziehung zwischen Eltern und Kindern gesprochen und wie wichtig es ist ein gutes Vorbild für alle Kinder zu sein. Aus diesem Zweck hatte er alle Erwachsenen (wozu auch wir gehörten) dazu aufgefordert jeweils ein Kind zu suchen, welches nicht das eigene ist und es einmal in den Arm zu nehmen.
Natürlich wurde, wie in fast jedem Gottesdienst, getanzt und sehr viel gesungen, wobei die Lieder hier viel fröhlicher klingen und einem noch den ganzen Tag im Ohr bleiben.
Daher kamen einem die vier Stunden auch nicht so lange vor, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Jedoch schienen sie für die Mikrofone zu lang zu sein. Da der Gottesdienst an einem der bisher heißesten Tage war und der fensterlose Altarraum nicht allzu viel Luftzirkulation zuließ, gab die Anlage schließlich mit einem leisen zischen, weißem Rauch und viel Gestank auf, sodass auf das herkömmliche Sprachorgan zurück gegriffen werden musste.
Die gesamte Kommuniongruppe
Im Ganzen war es jedoch eine sehr schöne Feier, sodass wir uns schon auf ein ähnliches Ereignis in Zukunft freuen.

Ruben

Sonntag, 6. Oktober 2013

Mit vier Klicks zum Erfolg!

!Gâi tses.
Wie viele wahrscheinlich wissen, befindet sich unser Projekt in Tses, im Süden Namibias. Genau dort leben auch die Nama. Und damit kommen wir auch schon auf die zwei Wörter am Anfang dieses Blogeintrages zurück: "!Gâi tses" ist Khoekhoe und bedeutet "Guten Tag".
Khoekhoe ist die Sprache der Nama, die man hier, neben Englisch und Afrikaans, häufig zu hören bekommt. Sie wird in veränderten Formen auch von anderen Volksgruppen gesprochen, die mit den Nama verwandt sind.
Beim genauen hinhören stechen vorallem ein paar Laute heraus, die sich von den europäischen Sprachen stark unterscheiden: Vier Klicks, die in der Schriftsprache durch /; !; ǂ und // gekennzeichent werden. Während die Nama mit Leichtigkeit, durch Schnalzen der Zunge, in verschiedensten Arten diese Klicks flüstern, sagen und sogar rufen können, sehen wir dabei aus als hätten wir eine heiße Kartoffel im Mund...und das ohne Töne herauszubekommen, die sich auch nur annähernd voneinander unterscheiden.
Aus diesem Grund haben Anne und ich, zusammen mit Sachi, begonnen bei einer High School Lehrerin Unterricht zu nehmen. So sitzen wir also doch wieder in der Schule...
Mittlerweile sind aus versuchen-irgendwelche-Töne-zu-machen teilweise richtige, erkennbare Klicks geworden und zumindest können wir uns nach zwei Stunden Unterricht bereitsvorstellen und begrüßen.

Mal schauen wie sich unsere Sprache und vorallem die Aussprache noch verbessert...

//khapa mûgus
Ruben

Samstag, 7. September 2013

Wir sind's, die Neuen

Hallo zusammen wir sind's die Neuen! Seit nun fast schon einem Monat sind wir, das heißt Anne Patalong aus Havixbeck und Ruben van Eickels aus Recklinghausen, hier in Tses. Nach unserer Ankunft vor vier Wochen wurden wir herzlich von den Kindern und Schwestern empfangen.
Die erste Woche konnten wir noch zusammen mit Pia und Jenita verbringen. Zum einen war es eine schöne gemeinsame Zeit, zum anderen hat es uns den Start erheblich erleichtert. Die Beiden haben uns in unsere Arbeit eingeführt, viele Leuten vorgestellt und viele viele Fragen beantwortet. So war der Abschied nach einer Woche auch für uns seltsam, da wir viel Zeit mit ihnen verbracht hatten und nun das Projekt endgültig an uns übergeben wurde.
Nach der Abreise der Beiden und zwei Wochen Schulferien, können wir nun mit voller Kraft in den letzten Term des Schuljahres starten.
An dieser Stelle möchten wir auch noch einmal allen ehemaligen Freiwilligen für die bisherige Entwicklung des Projektes und ihren Anteil daran danken. Wir hoffen, dass wir die daraus entstandenen Erwartungen in uns bestmöglich erfüllen können.


Samstag, 17. August 2013

Goodbye, Namibia!

Wir sitzen gerade in der Cardboardbox in Windhoek und verbringen unsere letzten Stunden in der namibischen Sonne. Heute Nachmittag steigen wir ins Flugzeug und machen uns auf den Weg Richtung Heimat.
In diesem Jahr haben wir so viele Erfahrungen gesammelt, die uns unser ganzes Leben begleiten werden und machen nun Platz für unsere „Baby Volunteers“, unsere Nachfolger.
Die Menschen, die uns auf unserem Weg begleitet haben, haben uns mit ihrer Persönlichkeit, ihren unterschiedlichen Kulturen und ihrer Lebensweise für immer geprägt.

Wir möchten uns auch noch einmal herzlichen bei allen bedanken, die uns in diesem Jahr mit Material und Spendengeldern unterstützt haben.

Es war ein großartiges Jahr!
Pia und Jenita