Freitag, 1. Juli 2011

Alles neu.

Wenn ihr schon von der neuen Bratpfanne in Tses gehört habt, will ich auch mal kurz die Neuanschaffungen in Rehoboth auflisten, damit ihr informiert seid:
- ein Kühlschrank
- eine Fleischsäge
- ein Computer und Drucker fürs Büro
- 2oo Betttücher
- Lebensmittel
- Öl für die Kochtöpfe

Ja, geplant sind jetzt noch neue Vorhänge und neue Bänke für den Essenssaal.
Danke an die Spender!

Liebe Grüße aus Rehoboth,

Elisabeth

Montag, 27. Juni 2011

Computerkurse

Hallo ihr Lieben,

Nach langer Zeit melde ich mich endlich auch wieder aus dem kalten Tses.

Meine Eltern sind über die Osterferien hier gewesen und ich konnte 2 Wochen in Windhoek verbringen bevor ich mit Computerkursen angefangen habe.

Seit knapp 5 Wochen gebe ich nun Computerkurse auf der Missionsstation für Mädchen im Alter von 16-25 Jahren.

Dies ist Teil eines Programms das Bischof Phillip hier vor kurzem eingeführt hat. So wird den Mädchen die Möglichkeit gegeben einen 2 wöchigen Kurs zu absolvieren der ihnen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt ermöglichen soll. Neben Computer wird auch noch Nähen, Hauswirtschaft und frühe Kindererziehung angeboten.

Der Kurs ist dann so aufgebaut das halbtäglich Computerkurs gegeben wird und die andere Hälfte des Tages wird dann mit einem der drei oben genannten Varianten gefüllt.

Diese Kurse werde ich nun bis Ende meines Aufenthaltes geben sodass auch ja keine Langweile aufkommen wird.

Nebenbei bin ich natürlich immer noch im Hostel beschäftigt und helfe den beiden Novizinnen bei ihren pastoralen Aufgaben.

Ganz stolz kann ich nun verkünden das wir eine große Kochpfanne für die Hostelküche angeschafft haben die es nun dem Hostel ermöglicht eine größere Variation an Essen zu kochen. Eine Waschmaschine ist nun in Planung um die Bettbezüge und Kleider der erst Klässler waschen zu können.

Gleichzeitig habe ich ein paar Sachen für den Computerkurs angeschafft da die Computer vom älterem Baujahr sind und mit Windows 98 laufen.

Ansonsten passiert in Tses nicht viel die Missionsstation wird noch immer fleißig renoviert sodass mein Haus jeden Freitag als Arztpraxis fungiert. Glücklicherweise habe ich seit knapp einer Woche warmes Wasser zum Duschen dies ist bei 5 Grad echt von Nöten.

Letztes Wochenende konnte ich Elli in Keetmanshoop besuchen sie hat auch prompt einen Kuchen gebacken.

Bis Bald

Euer Flo

Montag, 23. Mai 2011

Back to school…

 

Die Schule ist wieder angelaufen, und hier in Rehoboth gibt es mit dem neuen Schulterm zumindest im Hostel einige Veränderungen, denn wir haben neues Personal.

Anstatt Anton und Mathilde sind aus den Ferien ein neuer Hostelfather und zwei neue Betreuerinnen für die Kinder zurückgekehrt. Es ist lustig, wenn man plötzlich zum “alten Eisen” gehört und schon alles erklären kann/soll, alle Abläufe weiß, obwohl man selbst erst seit zwei Monaten hier ist. Es läuft ganz gut, auch wenn die Kinder sich Anton zurücksehnen, den sie erst jetzt so richtig zu schätzen wissen.

Ein prägender Eindruck der ersten Woche war für mich, als ich in die Kammer der älteren Jungs kam, die gerade dabei waren, sich all ihre Oberteile und Hosen übereinander zu ziehen. Es ist ja schon ziemlich kalt hier, aber so kalt nun auch wieder nicht, auf mein Nachfragen, was denn los wäre, kam die Antwort “We have to protect ourselves:”. Ich stand immer noch auf dem Schlauch, bis ich dann irgendwann verstanden habe, dass die Klamotten nicht zur Abwehr von Kälte, sondern von Schlägen übergezogen wurden…

Wenn ich Zeit habe, dann gehe ich Maike besuchen,eine deutsche Freiwillige, die hier in der Nähe wohnt und im Krankenhausgarten arbeitet. Zur Zeit wohnen in ihrem Zimmer neben einem kleinen Kätzchen auch 70 Küken, die dort für einige Zeit einquartiert wurden. Mit Wärmestrahler und Decken versuchen wir sie über Wasser zu halten, ist aber aufgrund der Kälte sehr schwer, von den ehemals 80 sind nun dann nur noch 70 übrig. Zum Aufwärmen kommen sie dann auf den Bauch oder in die Jacke, ziemlich süß die Kleinen, aber keine Konkurrenz für das Kätzchen.

Die Kinder sind fröhlich aus den Ferien wiedergekommen, etwas Heimweh gibts hier und da, aber mein neues Märchenbuch macht das alles wieder wett. Kein Tag vergeht ohne mindestens 4 Märchen, die ich frei ins Englische übersetze, also nicht nur gute Unterhaltung und Spannung für die Kinder, sondern auch gleich Englisch lernen noch dazu. Die Renner sind immer noch Schneewittchen und Der Wolf und die 7 Geißlein.

Ja, soweit ists das Neuste aus Rehoboth, liebe Grüße,

eure Elisabeth

Samstag, 30. April 2011

Ferienzeit

 

So, die Osterferien sind angebrochen, vorgezogen um eine Woche, das kann man sich doch mal gefallen lassen.

Die Kinder sind mit großen Tamtam abgereist, nachdem am Abend große Übernachtungsparty auf dem Flur war, da die Zimmer schon abreiserein geputzt waren. Das war wirklich eine Party, mit Rapunzel, den Sieben Geißlein und Hänsel und Gretel (die all time favourites), und Schuhschlacht, die uns ein Fenster gekostet hat. Aber eine Menge Spaß.

Am Anfang der Ferien bin ich zunächst nach Keetmans gefahren, zu “meiner” Familie, übers Osterwochenende gings aber schon wieder nach Rehoboth, wo ich das Wochenende in der Nähe von Rehoboth auf der Farm eines Freundes verbracht habe, zusammen mit Maike, die auch Freiwillige in Rehoboth ist. Das war wirklich gut, wir hatten riesen Spaß, mit klettern, reiten, schlachten, spielen, spazieren, kochen usw.. Wer bei der Farm jetzt an deutsche Bauernhöfe denkt, kann sich das gleich wieder aus dem Kopf schlagen, da ist in keiner Weise ein Vergleich möglich, ich versuche in nächster Zeit mal ein paar Bilder hochzuladen, damit ihr einen Eindruck von Farmen hier in Namibia bekommt. Nach einem kurzen Stop in Tses, wo ich Flo, die Schwestern und die Bauarbeiter besucht habe, bin ich nun wieder in Keetmanshoop angekommen, wo ich wahrscheinlich den Rest der Ferien verbringen werde.

Es ist kalt. Also kalt. Ich habe nur noch lange Klamotten an und bin froh um jeden Sonnenstrahl. Die Sonne ist trotz der Kälte immer noch so stark wie eh und je, und man muss aufpassen, dass man sich nicht verbrennt, wenn man auf Suche nach Wärme ein Sonnenbad nimmt.

Familie Steinweg hat ein Päckchen von meiner Familie mitgebracht, in dem unter anderem auch ein Märchenbuch zu finden war, da werden die Hostelkinder sich ganz besonders drüber freuen, wenn wir alle aus den Ferien nach Rehoboth zurückkehren. Dann können wir noch besser schöne Märchenabende machen, die Temperaturen dazu haben wir ja schon.

Gut, dann werd ich mal weiter meine Ferienzeit genießen und mich demnächst wieder melden.

Liebe Grüße,

eure Elisabeth

Montag, 4. April 2011

Survival Tipps Rehoboth #2: Thomas Junius, 9

 

1. Wer diese weißen Stellen auf den Fingernägeln hat, braucht sich ab jetzt keine Sorgen machen, sondern sollte sich glücklich schätzen. Diese bedeuten hier nämlich Geldsegen. In dem Moment, in dem sie herausgewachsen, bzw abgeschnitten sind, wird der Eigentümer mit Reichtum beglückt. Also hier gilt für diese Stellen: je mehr desto besser.

Sonntag, 3. April 2011

Besuch Besuch Besuch

Hallo ihr Lieben,

nun mein erster Bericht aus Tses seit dem Elli in Rehoboth lebt und arbeitet.

Vieles ist passiert und vor allen Dingen ist die Zeit wahnsinnig schnell herum gegangen sodass bei mir der Winter vor der Tür steht und ihr in Deutschland die ersten Sonnenstrahlen genießen könnt…

Vor knapp vier Wochen war mein Onkel zu Besuch und ich hatte die Möglichkeit ihm ein bisschen von Tses zu zeigen.

Gemeinsam ging es dann am Donnerstag los um Brot, Gemüse und Mieliemehl in Keetmanshoop zu kaufen. Bei 35 Grad im Schatten und keiner Klimaanlage im Auto kommt man da schnell ins Schwitzen. Gleichzeitig konnten wir den Köcherbaumwald bewundern und Franz-Josef erste Erfahrungen auf nicht befestigter Straße sammeln. Außerdem zeigte ich ihm die Location von Keetmanshoop und wie eine Shebeen von innen aussieht.

Am nächsten morgen brachen wir dann Richtung Fish River Canyon (2.größte Canyon der Welt) und Lüderitz auf. Nach endloser Fahrt durch Steppe, Steinwüste, Sandwüste und totaler Wüste kamen wir in der Wind umtosten Bucht an.

Generell lässt sich sagen das Lüderitz als Stadt ziemlich enttäuschend ist dafür sind die Buchten umso schöner und einsamer gelegen.

Den letzten Tag verbrachten wir in Windhoek und dann waren die 5 Tage auch schon vorbei.

Doch der nächste Besuch ließ nicht auf sich warten!

Aloys Werner aus Xanten war wieder im Lande und unter anderem davon 2 Wochen in Tses. Gemeinsam bauten wir dann ein Dach aus Blechplatten für die neu installierten Wasserpumpen, stellten einen neuen Scheinwerfer auf und installierten an der Secondary School einen kompletten Sicherungskasten.

Erwähnt werden sollte dabei, das Aloys 78 Jahre alt ist und seit 25 Jahren nach Namibia fliegt um dort an den Missionen zu helfen.

Nun bin ich dabei die letzten Kleinigkeiten an zu bringen die Aloys in den zwei Wochen nicht geschafft hat und in knapp 10 Tagen kommt auch schon meine Familie.

Auf bald

Florian

PS: Wir haben Brunnenwasser , hihi

Samstag, 2. April 2011

Kein Aprilscherz…

 

Neuigkeiten gibts aus Rehoboth.

Gestern Morgen kamen zwei Angestellte von Namwater, dem Wasserversorger in Namibia, zu unserem Hostel und brachten so einige Neuigkeiten. Da die Stadt Rehoboth seit geraumer Zeit das Wasser, welches sie von Namwater bezieht, nicht mehr bezahlt, wird uns heute, am ersten April, um 5 Uhr das Wasser abgestellt. “Uns” ist dann nicht nur das Hostel, sondern die gesamte Stadt. Das beste daran ist noch, dass es nicht mal an den Einwohnern liegt, dass das Wasser nicht bezahlt wurde, denn die haben ihre privaten Wasserrechnungen immer bei der Stadt bezahlt. Das heißt das Geld war da, ist aber dann wohl irgendwo bei der Stadt untergegangen, wie das halt so ist, und nicht an Namwater bezahlt worden. Natürlich sind schon jetzt alle auf 180, und man sieht überall Menschen mit Wasserkanistern herumlaufen, die noch ein letztes Mal ihre Vorräte auffüllen.

Uns wurde heute Morgen von Namwater ein 5000 l Tank gebracht, und auch für das Krankenhaus nebenan wurde mit zwei dieser Tanks ausgestattet. Diesen Luxus bekommen wir aber nur, weil wir ein Hostel sind, alle anderen Einwohner müssen halt sehen wo sie ihr Wasser herbekommen. Für alle Autobesitzer ist es noch nicht mal so schlimm, schwierig wird es nur für die Menschen in den Locations ohne Autos. Ich bin schon gespannt was es da für Aufstände gibt, wir müssen auf jeden Fall erstmal ein Schloss an den Tank anbringen, damit der uns nachts nicht leergezapft wird. Das sind ja noch nicht alle Probleme, es reiht sich ja so einiges aneinander, wenn kein Wasser da ist.

Ach ja, ich hatte noch gar nicht gesagt für wie lange der Hahn zugedreht werden soll, nämlich nicht nur eine Woche oder zwei, sondern bis 2012.