Freitag, 16. März 2012

Schreibpacket aus Werne

Schülerinnen und Schüler die einen guten Stift besitzen gehören hier zu den Priveligierten. Vor allem in den unteren Klassen teilen sich häufig mehrere Kinder einen Bleistift, was das Lernen für sie natürlich ungemein erschwert.

Hier wurde durch Sachspenden Abhilfe gschaffen. So konnte im Februar ein großes Packet voll mit Kugelschreibern, Blei- und Buntstiften sowie Linealen an die Nowak Primary School übergeben werden. Damit die Stifte nur für ihren ursprünglichen Zweck genutzt und nicht für Tischfußball missbraucht werden, hat die Lehrerin Ms. Kruse die Aufsicht über die Materialien übernommen. Die Kinder können in der Schule und auch für die Hausaufgaben auf die Stifte zurückgreifen, sind jedoch auch für sie verantwortlich und dürfen sie nicht mit nach Hause nehmen.

Vielen Dank an

Rotes Kreuz Münster


RWE


Stadtsparkasse Werne

für die große Hilfe.

Ganz besonderer Dank geht an Berthold Biermann, der die gesamte Organisation der Materialien und auch die Verschickung übernommen hat!

Sonntag, 11. März 2012

Planschen mit den Priestern

Der März fängt an, unser Afrikaansunterricht hört auf.
Zwei Wochen durften wir neben den Schwestern Elizabeth, Mechthilde und Emeresiana sowie den Priestern Elliot und Jijesh die Schulbank drücken. Zwar hatten wir bereits durch Computerkurs, Englischklasse und die alltägliche Arbeit alle Hände voll zu tun, konnten aber trotzdem eine Menge mitnehmen. Nicht nur im Unterricht sondern auch im Alltag wurde Afrikaans zur bevorzugten Sprache. Die zwei Unterrichtswochen vergingen wie im Flug und zum Abschluss gab es noch ein besonderes Highlight:

Wir fuhren zu Wasserfällen in der unmittelbaren Nähe von Tses!

Dank des Regens der letzten Wochen floss das Wasser in Strömen und bot uns ein atemberaubendes Naturschauspiel. Nachdem wir morgens nur mit den Füßen (bzw. unfreiwilig bis zum Bauch) im Wasser waren, kamen wir nachmittags nochmal mit den Priestern zum schwimmen wieder und ließen uns in der Strömung treiben.

Dienstag, 6. März 2012

Schlangen, Geparden und ein Dinner

Am zweiten Februarwochenende durften sich die Kinder richtig verausgaben.

Das Sportfest stand an.
Dabei traten sie je nach Alter in Diszilpinen wie Sprung, Wurf und lauf gegeneinander an.
Die Mädchen und Jungen wurden in drei Gruppen eingeteilt (gelb, rot, blau). Neben farblich passender Kleidung gehörte auch Kriegsbemalung aus Kreide zum Outfit. Sobald die Athleten an ihrem Fanblock vorbeikamen, wurden von ihrem Team lautstark angefeuert. Am Samstagnachmittag brach plötzlich Geschrei unter den Zuschauern los, obwohl gerade überhaupt keine Läufer zu sehen waren.

Der Grund dafür war eine Schlange die sich in die Menge gemischt hatte. Dieses Problem wurde aber auf klassische namibische Art (mit einem schweren Stein) schnell gelöst.
Zwei Tage lan gaben die Kinder ihr Bestes. Gewonnen haben letzendlich die gelben Cheetahs (Geparden).

Für uns bot das Wochenende noch ein weiteres Highlight – wir waren zum Valentinsdinner der Highschool eingeladen. Mit Kleid, Anzug und einem schlechten Gewissen kamen wir eine halbe Stunde zu spät am Saal an. Hier fanden wir die Türen allerdings verschlossen vor und erfuhren, dass wir zu früh wären. Zwar hieß es auf der Einladung 18:00Uhr, die Party fing jedoch erst gegen halb 8 an. African time!
Nichtsdestotrotz wurde es ein gelungener Abend mit viel Tanz, einem drei Gänge Menü, afrikanischer Musik und all das für umgerechnet 2,50 Euro pro Doppelkarte.

Sonntag, 19. Februar 2012

Unsere Schwestern werden groß!

Am letzten Wochenende war es soweit: Unsere Schwestern Emeresiana und Mechthilde feierten in Dornfeld (bei Gobabis) ihre Profession (Ende der Novizinnenzeit).

Eingeladen waren ihre Familien und Freunde, die anderen Schwestern des Ordens und natürlich wir!

Im Festgottesdienst begeisterten uns die Schülerinnen und Schüler von Dornfeld durch lebhaften Gesang und Tanz. Die Messen hier in Tses sind schön, aber diese Messe war sensationell.

Wenn 200 Jugendliche als Chor auftreten und sich synchron bewegen reißt es einen einfach mit.

Nach einem üppigen Mittagessen und einem gemütlichen Nachmittag, den wir nutzten um das Hostel zu erkunden, ging die eigentliche Feier los.

Hatte uns während des Mittagessens eine Swana Gruppe mit ihrer Vorführung begeistert mussten wir nun selber aktiv werden. Von den Familien der Schwestern erhielten wir zu Trommelmusik unsere erste Tanzstunde in Oshiwambo-Tanz. Besonders der junge Bruder Steven machte als Lehrer einen großartigen Job und so ernteten wir viel Lob.

Neben einigen Schwestern aus Arminus lernten wir die Freiwillige Katja kennen, die ein halbes Jahr lang in Dornfeld arbeitet.

Obwohl dieses Wochenende eines unserer schönsten in Namibia war, gab es auch einen großen Wehmutstropfen. Wir mussten Abschied nehmen.

Zum einen verlassen uns unsere Schwestern, die jetzt nach Keetmanshoop (Emeresiana) und Arminus (Mechthilde) versetzt werden und zum anderen tritt Friede kommende Woche die Heimreise an und ist nicht mit zurück nach Tses gefahren.

Das bedeutet, dass von nun an drei Personen weniger am Tisch sitzen werden, die eine Lücke hinterlassen.

Für uns beiden geht der Arbeitsalltag weiter. Neben einem Afrikaanskurs erwartet Niels ein neuer Computerkurs und auch unsere Englischklasse entwickelt sich prächtig.

Viele Grüße, Ines und Niels

Dienstag, 14. Februar 2012

Zwischenseminar in Malawi

Nach langem Warten nun endlich wieder ein Lebenszeichen aus Namibia. Nach dem Seminar in Malawi gab es hier vor Ort einigen Gesprächsbedarf und zu allem Überfluss fiel dann auch noch wochenlang das Internet aus, sodass wir uns nicht eher melden konnten.

Das Zwischenseminar in Malawi war fantastsich. Wir sind zum ersten Mal seid vier Monaten in einen richtigen Regen geraten und auch thematisch hatte das Seminar viel zu bieten.
So arbeiteten und diskutierten wir mehrere Stunden täglich zu Themen wie Kommunikation, Projektarbeit, Rolle von Freiwilligen oder auch Kultur.

Geleitet wurde das Seminar von Schwester Angela vom Franziskusorden aus Salzkotten, der fid-dialog Beauftragten Brgit sowie der ehemaligen Freiwilligen Clara. Diese drei ermöglichten uns unsere Situation aus verschiedenen Perspketiven zu beurteilen. Sehr hilfreich waren dabei auch die Erfahrungen der neun anderen Freiwilligen, die aus Malawi und Mosambique kamen.

Die (abgesehen von Niels) ausschließlich aus Frauen bestehende Gruppe fand sich schnell zusammen und die Stimmung war ausgesprochen gut. Besonderes Higlight waren die Besuche des traditionellen Marktes von Lilongwe, wo es die leckersten Mangos der Welt zu kaufen gab, die nach malawischer Esskunst augeschnitten und gegessen wurden.

Durch das Seminar entstand für uns Gesprächsbedarf über unsere Einsatzorte. Unter anderem ist Ines von Rehoboth nach Tses gezogen und unsere Arbeitszeiten haben sich liberalisiert.

Wir haben außerdem mit einem Theaterprojekt begonnen, um das gesprochene Englisch der Siebtklässler zu verbessern und ihr Selbstvertrauen zu stärken. Den zum Teil sehr talentierten Kindern macht das Schauspielern augenscheinlich viel Spaß und auch wir kommen dabei voll auf unsere Kosten.

Wir sind gespannt wie sich unser nächstes halbes Jahr weiter entwickelt und halten euch auf dem Laufenden!

Viele Grüße,

Ines und Niels

Mittwoch, 4. Januar 2012

Plastikbaum und Wunderkerzen

Nach längerer Pause hier noch schnell ein Eintrag bevor es für uns nach Malawi geht.

Während der Dezember aufgrund der „Sommerferien“ allgemein eher ruhig verlief und wir außer Gartenarbeit und gelegentlichen Fahrdiensten nicht viel zu tun hatten, waren Weihnachten und Silvester besondere Highlights.

Als Vorbereitung auf den göttlichen Geburtstag wurde das Haus mit bunten Girlanden und Pappsonnenblumen karnevalsmäßig geschmückt. Auf den altbewährten (Plastik-)Tannenbaum mussten wir aber nicht verzichten. Einen besonderen Charme hat auch die Krippe von Tses, da diese aus bunt zusammengewürfelten Figuren unterschiedlicher Materialien besteht.
Nach einem üppigen Festessen, bei dem sogar Mais auf den Tisch kam, begann die eigentliche Feier mit Musik und Tanz. Neben unseren Geschenken kam auch die von uns gesponserte Flasche Amarula sehr gut an.

Silvester hatten wir ein volles Haus. Aus verschiedenen Teilen des Bistums Keetmanshoop waren Schwestern angereist, sodass wir schlußendlich zu elft auf das neue Jahr anstießen. Zu einem namibischen Silvester gehören selbstverständlich gute Tanzmusik und Grillfleisch. Die Schwestern waren für diesen besonderen Anlass in Zivilkleidung geschlüpft und hielten sich erstaunlich lange auf den Beinen.
So früh haben wir selten geschlafen!

Inzwischen sind wir wieder in Windhoek und warten auf den Flug, der uns zum Zwischenseminar nach Malawi bringt. Wir freuen uns auf zwei hoffentlich ereignisreiche Wochen und melden uns anschießend wieder.

Bis bald!

Ines und Niels